Besuch.

Als ich ihn vom Bahnhof abholte,
wusste ich es, sowie er die Treppe hochkam,
wie er mich, die Fremde,
sofort in den Arm nahm zur Begrüßung,
wie ich mich dort so fort wohlfühlte,
als wäre es schon immer so.

Ich wusste, da ist was zwischen uns.
Ich wollte es nicht aussprechen. Nicht sofort.
Die Signale waren mehr als eindeutig.

Der Tag und die Nacht und der Morgen,
all das war wie im Traum.

Als er fragt, ob er mir was blödes sagen dürfte.
Antworte ich mit ja.
Ich fand das gar nicht blöd. Im Gegenteil.
Ich finde es mutig und wunderschön.

Wie es weitergehen wird, wissen wir nicht.
Wir lassen es passieren. Wir definieren es nicht.
Wir geniessen einfach.

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